Life is Strange

Benutzeravatar
Hirschi
Administrator
Administrator
Beiträge: 14508
Registriert: Sa 30. Okt 2010, 21:00
Geschlecht: weiblich
Lieblingsspiel: SH, TR, MGS, GTA, AW, DP, K7..
Spielt gerade: Adventures
Wohnort: Funky Town
Kontaktdaten:

Re: Life is Strange

Beitrag von Hirschi » So 26. Aug 2018, 09:44

In Life is Strange 2 wird es um die beiden Brüder Sean und Daniel Diaz gehen. Diese müssen nach einem tragischen Vorfall ihre Heimatstadt Seattle verlassen und wollen nach Mexiko durchbrennen. Natürlich wird man auf dem Weg dorthin mit schwierigen Entscheidungen und deren Konsequenzen konfrontiert werden. Eine ganz neue übernatürliche Kraft wird es ebenfalls geben.

Release: 27. September (erste Episode)



Gameplay: https://www.youtube.com/watch?v=XPpzm08JvRg

Das Gameplay schaue ich mir gar nicht erst an, wird eh gekauft. :) (wtf PEGI 18?)
I chose the language of gratitude

Benutzeravatar
Raziel
hirschiger Hirsch
hirschiger Hirsch
Beiträge: 938
Registriert: Di 2. Nov 2010, 20:37
Geschlecht: männlich
Lieblingsspiel: TFTB, Witcher, LoK, Uncharted
Spielt gerade: Downfall
Wohnort: Frankfurt am Main

Re: Life is Strange

Beitrag von Raziel » Di 14. Apr 2020, 11:43

Durch den Gamepass habe ich jetzt auch mit Life is Strange 2 angefangen.

So richtig richtig warm geworden bin ich in der ersten Episode noch nicht mit den beiden. "Der" Moment war mir auch viel zu hanebüchen, genauso wie der mitten im Kapitel auftauchende "Konflikt". Besonders sympathisch sind mir die beiden Brüder bisher auch noch nicht geworden, obwohl es wirklich nette Momente gibt. Da konnten die Nebenfiguren doch etwas mehr punkten, der Vater der Brüder ist einfach top.

Bin gespannt wie es weitergeht, meine Erwartungen sind aber eher so in der Mitte. Hat es hier jemand gespielt?

Benutzeravatar
Hirschi
Administrator
Administrator
Beiträge: 14508
Registriert: Sa 30. Okt 2010, 21:00
Geschlecht: weiblich
Lieblingsspiel: SH, TR, MGS, GTA, AW, DP, K7..
Spielt gerade: Adventures
Wohnort: Funky Town
Kontaktdaten:

Re: Life is Strange

Beitrag von Hirschi » Sa 18. Apr 2020, 11:34

Ja, ich habe es durchgespielt.

Insgesamt war ich zufrieden, aber es kommt weder an Teil 1 heran noch ist es ein Spiel auf der Must Play Liste, wie ich finde.

Das lag vor allem daran, dass viele Szenen einfach "too much" waren, in Hinblick auf Herzschmerz, alles ist so furchtbar, buhu. Klar, vieles, was passiert, IST furchtbar. Aber die Umsetzung war imo nicht gelungen genug, dass ich 100%ig mitfühlen konnte.
Wenn du verstehst, was ich meine :oops:

Das Ende setzt sich aus zwei verschiedenen Faktoren zusammen. Einer davon ist etwas langfristiges, du kannst also nicht schnell die letzte Episode spielen und alle anderen Endings sehen. Da ich ECHT keinen Bock hatte, alles nochmal zu spielen, habe ich mir die anderen auf YouTube angesehen. Und ich habe meiner Meinung nach das beste (also unterhaltsamste) Ende erwischt :)
SpoilerAnzeigen
Die beiden Wolfsbrüder leben als Outlaws in Mexiko. Daniel benutzt seine Superkräfte weiterhin. Yeah :D
I chose the language of gratitude

Benutzeravatar
Raziel
hirschiger Hirsch
hirschiger Hirsch
Beiträge: 938
Registriert: Di 2. Nov 2010, 20:37
Geschlecht: männlich
Lieblingsspiel: TFTB, Witcher, LoK, Uncharted
Spielt gerade: Downfall
Wohnort: Frankfurt am Main

Re: Life is Strange

Beitrag von Raziel » Mo 20. Apr 2020, 10:55

Ich habe es jetzt über das Wochenende auch beendet.

Da ich persönlich mit "Staffel 1" zum Ende hin überhaupt nicht mehr zufrieden war, könnte ich spontan nicht sagen, welche mir insgesamt mehr gefiel.
Würde beide spontan in etwa gleichauf setzen, da es auch hier einiges gab, was mir wirklich gefallen hat, aber auch wie du schon sagst, einiges, dass doch seeeeeeeeeeeeeehr konstruiert und zu sehr gewollt hingedichtet wurde.

Insgesamt bin ich aber auch zufrieden und habe es gerne gespielt.
Vielleicht liegt es an der männlichen Perspektive und daran, dass ich selbst auch einen jüngeren Bruder habe, dass ich mich da etwas besser hineinfinden konnte.

Aber warum zum Teufel muss der 9! jährige manchmal so ein nerviger, vorpubertärer Kacksack sein? Das war schon manchmal schwer erträglich.
In den Momenten, in denen es nicht so war, hatte ich aber tatsächlich leichte (wirklich nur leichte) Erinnerungen an Lee&Clementine, wenn es darum ging, ihm Werte näherzubringen und dafür zu Sorgen, dass er eben kein unkontrollierter Spacko wird.

Warum natürlich wieder irgendwelche "Kräfte" vorkommen müssen, ist mir nicht so ganz klar. Man wird ja auch noch dauernd in Situationen getrieben, dass man sie gefühlt ständig benutzen muss.

Dass die Entscheidungen stellenweise doch kleineren und größeren Einfluss auf den unmittelbaren Verlauf und schlussendlich das Ende haben finde ich übrigens echt gut.

Etwas detaillierter:

Was mir gar nicht oder nicht so sehr gefiel:
SpoilerAnzeigen
- Der eigentliche Auslöser des ganzen Roadtrips.
Allgemein waren mir alle "Bösewichte" denen man begegnet ist dann doch etwas zu plump auf diese Rassistenschiene getrimmt. Angefangen von dem Polizisten zu Beginn, der dann den Vater erschießt. Das war ja ähnlich behämmert wie der "Mord" am Sohn von Bayek in Assassin's Creed Origins. Einfach nur total dämlich und hat mich eher völlig raus- als mitgerissen.

- Mir waren viele Ereignisse leider auch nur um des "OMG" Momentes wegen dabei, z.b. das mit dem Hund.

- Die Episode mit diesem Kult fand ich auch selten dämlich.

- Daniel benimmt sich eben so, wie es das Drehbuch erfordert, egal wie du dich ihm gegenüber vorher verhalten hast spinnt er dann halt eben herum, wenn es einen Konflikt benötigt.

- Einige Charaktere sind doch arg plump geschrieben und diese Situationen nervten dann auch nur.
Was mir z.B. wirklich gut gefiel:
SpoilerAnzeigen
- Allgemein das Road Trip Feeling. Dass man eben soviele unterschiedliche Kulissen hat, soviele Leute trifft, immer etwas anderes erlebt.

- Das "Brüder"-Feeling kam bei mir an einigen Stellen schon echt gut rüber und einiges fand ich auch wirklich rührend

- Wie oben erwähnt, dass Entscheidungen eine Rolle spielen. Zwar nicht immer extrem große, aber schon spürbar.

- Einige wirklich toll geschriebene Charaktere, die meistens auch in sich völlig nachvollziehbar waren (leider nicht immer)

- Ein paar wirklich tolle Schauplätze, z.B. Away gefiel mir wirklich sehr
Zum Ende bzw. allgemein Verlauf
SpoilerAnzeigen
Ich hatte das Ende "Wiedergutmachung" - in diesem ergibt sich Sean und Daniel akzeptiert es auch. Das war im Gegensatz zur schwachsinnigen Szene direkt davor in der Polizeistation übrigens eine, die mir wirklich gut gefiel und auch etwas Nahe ging. Ich habe Daniel beigebracht, dass wir keine Verbrecher sind (deswegen hat er es dann im sozusagen "anderen" Ende auch nicht akzeptiert, dass ich durchbrechen wollte), daher fand ich das ganze ziemlich passend für Sean. Auch im Abspann, als er dann 15 Jahre später aus dem Gefängnis kommt und die beiden nochmal ein paar der Plätze besuchen, an denen sie eben "als Kinder" waren, hat mich doch sehr berührt. Hier stört mich eigentlich nur, dass der Aufhänger eben der "Mord" am Polizisten zu Beginn war, was mir halt doch echt nicht gefallen hat.

Am besten gefielen mir die Abschnitte in Away, der zu Beginn, als wir nur zu zweit (bzw. kurz mit Brody) unterwegs waren. Auch das Kapitel im Wald bei den Aussteigern fand ich ganz schön. Hier übrigens auch ein Beispiel, wie man eine homosexuelle Annäherung schön darstellen kann, da der gute Finn doch ziemlich auf Sean abfuhr, ohne dass es zu konstruiert wirkte.
Hier gefiel mir nur am Ende nicht, dass es in jedem Fall zum Überfall kam und Sean ebenfalls in jedem Fall sein Auge verliert.
Trotzdem gab es auch viele schöne, herzliche Momente und es wirkte auf mich absolut glaubhaft, wie die Figuren miteinander umgingen, und dass sie sich eben so sehr mochten.
Bis auf das Ende eben, dass war mir dann doch viel zu konstruiert.

Den Part mit diesem religiösen Kult fand ich auch nur nervig, hier mochte ich nur den Anfang des Kapitels im Krankenhaus, Joey ist auch schnell einer meiner Lieblingscharaktere geworden. Auf die Mutter hätte ich ehrlich gesagt auch verzichten können, das wirkte auf mich doch auch sehr gewollt.

Das Kapitel bei den Großeltern fand ich eher so mittel. War zwar ganz nett zur Ruhe zu kommen, aber irgendwie kam ich Großmutter nicht so wirklich klar, warum die beiden nicht in das Zimmer durften und wieso sie häufig so komisch reagierte fand ich leider oft nicht nachvollziehbar.

Den Auftritt von David hätte ich jetzt übrigens nicht gebraucht, aber gestört hat er mich auch nicht.
Ich mochte wirklich sehr viele der Charaktere, denen man begegnet, allen voran Brody, Chris, Cassidy, Finn, Joey, Lyla, praktisch alle Bewohner von Away. Sean selbst war auch eine "sympathische" Hauptfigur.

Antworten