Eure Manga-/Anime-Bewertungen

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Eure Manga-/Anime-Bewertungen

Beitrag von Hirschi » Mo 8. Nov 2010, 23:42

Wir haben zwar für Film-, Album- und Buchrezensionen einen eigenen Bereich, aber ich denke, für dieses Thema brauchen wir das nicht, da wir schon im alten Forum keinen großen Andrang hatten. Falls sich das ändert, kann ich es aber gerne noch einrichten.



Video Girl Ai
(geschrieben am 07. Januar 2009)


Bild

Originaltitel: Den'nei Shōjo
Genre: Romanze, Drama, Comedy
Autor: Masakazu Katsura
Erscheinungsjahr: 1990-1993 (Japan), 2000-2003 (Deutschland)
Länge: 13+2 Bände
ISBN: Band 1: 3551749515
Verfilmungen: OVA mit sechs 30-minütigen Folgen von 1992

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Handlung:

Der allein lebende 16-jährige Yota Moteuchi hat sich unglücklich in die hübsche Klassenkameradin Moemi verliebt, auf die auch andere ein Auge geworfen haben. Er freundet sich mit ihr an, muss jedoch feststellen, dass diese in seinen besten Freund, den Mädchenschwarm Takashi verliebt ist - doch anstatt sich weiter an sie heranzumachen, hilft er ihr, eine Beziehung zu diesem aufzubauen. Völlig niedergeschlagen erscheint Yota eine Videothek, die sich Gokuraku nennt; diese können nur junge Menschen wahrnehmen, die Liebeskummer haben und trotzdem noch ein reines Herz aufweisen. In dieser Videothek leiht er sich das Video von Ai Amano aus, die ihn angeblich trösten soll - sie ist ein Video Girl und lebt solange, wie die Abspieldauer des Tapes dauert, also ca. drei Monate. Als Yota das Video jedoch auf seinem defekten Rekorder abspielt, gelangt Ai zwar in die Menschenwelt, kommt aber auch "defekt" auf die Welt; was sich nicht nur in kleineren Brüsten darstellt. Ai verhält sich burschikos und entwickelt sogar Gefühle, was ein Video Girl niemals haben sollte. Da sie Yota mag, hilft sie ihm, bei Moemi zu landen, doch diese ist immernoch hoffnungslos in Yotas Freund verliebt.

Da Ai defekt ist und Gefühle für Yota entwickelt, zeigt sich dieser auch nicht mehr ganz so abgeneigt und verliebt sich ebenfalls in Ai. Die Videothek Gokuraku und deren Oberhaupt erlaubt dies jedoch nicht, da die Aufgabe eines Video Girls nur diese ist, einen Mann zu beglücken und keine Gefühle zu entwickeln, und nimmt Ai wieder an sich. Yota folgt ihr durch die Fernsehwelt und muss sich den Qualen stellen, die man dort für ihn bereit gelegt hat. Dies ist ungefähr die Handlung von den ersten beiden Bänden und der OVA. Es geht noch sehr viel weiter und durch Ais Eingreifen entstehen viele Missverständnisse, die die Handlung voran treiben und sie weiter spannend hält. Es wäre eigentlich schon zuviel verraten, was danach passiert, jedoch ist es ein langer Weg, bis sich das Traumpaar endlich findet.

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Fazit:

Video Girl Ai gehört zu meinen Lieblingsmanga. Der Zeichenstil ist wunderschön und nicht ganz so im Animestil gehalten, den man eigentlich gewohnt ist; die Augen sind nicht überirdisch groß und auch sonstige Proportionen sind realistischer gehalten als in anderen Manga und Anime. Die Handlung enthält sehr viele Wendungen und man fiebert teilweise richtig mit Yota und Ai mit, die manchmal wirklich eine schwere Last zu tragen haben. Der Mix aus Romanze, Drama und Comedy gefällt mir auch gut, besser hätte man es in diesem Genre gar nicht machen können, allerdings ist die Handlung auch manchmal sehr stark gedehnt, da der Autor teilweise zu sehr auf die Gefühle anderer Personen eingeht. Nach insgesamt 13 Bänden ist die Geschichte von Yota und Ai zuende, danach folgen noch zwei Bände mit dem Namen Video Girl Len, das sechs Jahre nach der eigentlichen Handlung spielt und in der es um ein neues Video Girl und andere Jungs geht, die deren Hilfe brauchen. Fans dieses Genres sollten zugreifen :D


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Re: Eure Manga-/Anime-Bewertungen

Beitrag von Hirschi » Mo 8. Nov 2010, 23:43

Angel Sanctuary
(geschrieben am 02. Februar 2009)


Bild

Originaltitel: Tenshi Kinryōku
Genre: Drama
Autor: Kaori Yuki
Erscheinungsjahr: 1995-2001 (Japan), 2001-2004 (Deutschland)
Länge: 20 Bände
ISBN: Band 1: 3551751811
Verfilmungen: OVA mit drei 25-minütigen Folgen von 2000

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Handlung:

Himmel und Hölle befinden sich seit langem im Krieg. Dass sich das 16-jährige Menschenkind Setsuna Mudo genau mitten drin befindet, ahnt er noch gar nicht. Er hat nämlich ganz andere Sorgen: Er ist in unsterblich in seine leibliche Schwester Sara verliebt. Diese scheint gar nicht von ihm abgeneigt und als sich herausstellt, dass sie auch in ihren Bruder verliebt ist, eskalieren die Ereignisse. Von allen geächtet, müssen sich die beiden Geschwister den Normen und der Moral der heutigen Gesellschaft stellen. Währenddessen erweckt ein hochrangiger Engel den bislang eingesperrten, inorganischen Engel Rosiel und löst damit eine Katastrophe aus. Rosiel ist der Zwillingsbruder des Kriegsengels Alexiel, deren Seele von Gott verflucht wurde, immer fort in menschlichen Körpern zu reinkarnieren, sich unglücklich zu verlieben und einen tragischen Tod zu sterben, während sich ihr unsterblicher Körper in einem Gefängnis befindet. Der inzwischen wahnsinnig gewordene Rosiel versucht nun mit allen Mitteln, seine Schwester zum Erwachen zu erzwingen und scheut keine fragwürdigen Mittel. Nun ist Setsuna der Seelenträger vom (weiblichen!) organischen Engel Alexiel und trifft durch seine Herkunft auf die unterschiedlichsten Gestalten der Hölle und des Himmels, wie z.B. die Kronprinzessin der Oger, die auf der ersten Schale der Hölle leben und denen Alexiel im Kampf gegen Gott und den gesamten Himmel beigestanden hat. Setsuna jedoch will von all dem nichts wissen und flieht mit seiner Geliebten, um woanders ein glückliches Leben mit dieser zu führen - ihr Glück hält jedoch nicht lange, denn Rosiel möchte ihn töten, damit seine Schwester Alexiel erwacht. Als Sara sich vor ihren Bruder wirft und dabei stirbt, sieht Setsuna endlich ein, dass er sich seinem Schicksal stellen muss und sagt dem Himmel den Kampf an.

Im Laufe der Zeit trifft Setsuna auf seiner Reise durch die vier Welten - Assiah (die Menschenwelt), Hades (die Unterwelt), Gehenna (die Hölle) und schließlich Yatzirah (der Himmel) - auf viele Personen, die auch der christlichen und jüdischen Weltsicht entspringen. Er trifft im Hades auf einen der Erzengel und den Totenwächter, in der Hölle auf die sieben Dämonenfürsten, die die sieben Todsünden repräsentieren und Luzifer selbst und im Himmel letztendlich auf die letzten hochrangigen Engel und sogar auf den Schöpfer. Immer voran getrieben wird Setsuna durch die Liebe zu seiner Schwester, deren Seele er retten möchte und den Hass auf Alexiels Zwilling Rosiel, der keine Taten scheut um die Kriegsgöttin erneut auferstehen zu lassen. Es wäre falsch, hier zuviel zu verraten, da der Manga so spannender bleibt und man die Zusammenhänge erst richtig versteht, wenn man ihn gelesen hat. Jedoch werden alle Fragen, die aufkommen, schlussendlich auch beantwortet.

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Fazit:

Der Manga zu Angel Sanctuary ist wirklich atemberaubend. Der Zeichenstil von Kaori Yuki ist wahnsinnig schön und hebt sich vom typischen Animestil, den man so häufig wieder findet (riesige Augen, große Brüste...) deutlich ab, sodass ich ihn sogar Leuten empfehlen kann, die nichts mit dem bekannten Manga-/Animestil anfangen können. Die Geschichte ist anfangs sehr verwirrend, es gibt sehr viele Handlungsstränge, die mit der Zeit aufeinander zu laufen oder abgeschlossen werden, jeder Charakter hat eine eigene Geschichte, die beleuchtet wird und ihn ein Teil der gesamten Handlung werden lässt.
Für mich war es anfangs schwer, den Zusammenhang zu verstehen, da die Bände damals "nur" alle zwei Monate erschienen (was für damalige Verhältnisse, als Mangas noch jeden Monat herausgekommen sind, recht lang war), aber wenn man alle Bände in einem Rutsch durchliest, versteht man schon deutlich mehr. Die Autorin hat mit diesem Manga ein geniales Werk erschaffen, das zeigt, dass nicht gleich alle Guten gleich gut sein müssen und alle Bösen gleich böse sein müssen. Für Fans mit Interesse an komplexer Handlung und düsteren Geschichten definitiv ein Muss.


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Re: Eure Manga-/Anime-Bewertungen

Beitrag von Hawk » Di 9. Nov 2010, 13:22

3 x 3 Augen

Bild

Originaltitel: Sazan Eyes
Genre: Fantasy
Autor: Yuzo Takada
Erscheinungsjahr: 1987-2003 (Japan), 2002-2006 (Deutschland)
Länge: 40 Bände
Verfilmungen: Animeserie aus dem Jahre 1991

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Handlung:

In den 80er Jahren kursiert in Japan ein Gerücht über eine Volk, das Sanjiyan Unkara genannt wird. Der Legende nach haben diese Wesen ein drittes Auge direkt auf Stirn und angeblich kennen sie das Geheimnis des ewigen Lebens. Zudem besitzen sie noch übernatürliche Kräfte. Mit der Intention, diese Wesen zu finden, reist der Vater von Yakumo Fuji nach Tibet. Dort trifft er auf die junge Pai, die zu jenem Volk gehört. Doch bevor er seinem Sohn die Nachricht überbringen kann, verstirbt er und nimmt das Geheimnis mit in den Tod. Vier Jahre später reist Pai nach Japan, um Yakumo zu finden. Sie händigt ihm einen Brief seines verstorbenen Vater aus, in dem ihre geheimnisvolle Herkunft offenbart und Yakumo der Auftrag erteilt wird, die junge Sanjiyan zu beschützen. Pais größter Wunsch ist es jedoch zu einem richtigen Menschen zu werden. Diesen Wunsch möchte ihr Yakumo erfüllen und so begibt er sich mit Pai auf eine gefährliche Reise, um das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften. Auf ihrem Weg begegnen sie einer Menge bösartiger Dämonen, die auch hinter dem Geheimnis des ewigen Lebens her sind.

Fazit:

Vorweg möchte ich erst einmal sagen, dass ich gerade mal die ersten 7 Bände des Mangas besitze. Trotz allem hat mich der Manga sehr begeistern können. Die Geschichte um Yakumo und dem Sanjiyan-Mädchen Pai ist wirklich sehr rührend und steckt voller Humor. Die Geschichte ist zudem sehr spannend erzählt und wird von Manga zu Manga echt immer abgedrehter. Auch wenn der Manga stellenweise viel Humor zu bieten hat, ist es trotzdem kein Manga, der für die jüngere Lesergemeinschaft geeignet ist. Es wird viel nackte Haut gezeigt, menschenverachtende Opferrituale praktiziert und an abgetrennten Gliedmaßen und zerplatzende Körpern, wird auch nicht gespart. Der Zeichenstil ist sehr altmodisch und erinnert etwas an den Zeichenstil von Rumiko Takahashi (u. a. Ranma ½). Die Hintergründe sind oft sehr detailliert und wirken daher nicht unsorgfältig und unfertig.

Ich vergebe 12 von 15 Punkten („gut“)

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