The Legend of Zelda: The Wind Waker

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The Legend of Zelda: The Wind Waker

Beitrag von C. Shadow » Do 8. Mär 2012, 23:34

The Legend of Zelda: The Wind Waker

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System: Nintendo GameCube
Genre: Action-Adventure
USK: Ab 6 Jahren
Entwickler: Nintendo
Publisher: Nintendo
Sprache: Deutsch
Release: Mai 2003
Schwierigkeitsgrad: Leicht
Preis: ca. 30€ (gebraucht)

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Pro:Contra:
+ schöner Cel-Shading-Look- Probleme mit dem Unschärfe-Effekt
+ simple, aber motivierende Story- ab und an nervige Gegnersounds
+ große Spielwelt- das Segeln geht auf Dauer auf die Nerven
+ vorbildliche Atmosphäre- Ende wirkt gestreckt
+ wie gewohnt tolle Bosskämpfe- seltene Kameraprobleme
+ schlüssige Rätsel
+ unglaublich viele Sammelgegenstände
+ wundervoller Soundtrack
+ simple Steuerung
+ hoher Suchtfaktor



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Fazit:
Klar ist, dass mit The Wind Waker etwas neues probiert wurde. Der Grafikstil wurde überarbeitet und Hyrule scheint Vergangenheit zu sein. Stattdessen bereist man das große, weite Meer und viele kleine Inseln. das Spielgefühl hat sich auf den ersten Blick tatsächlich etwas geändert. Spielt man jedoch einige Stunden, fällt einem schnell auf, dass auch The Wind Waker ein waschechter Zelda-Teil ist. Die typischen Elemente wie Bosskämpfe und Rätsel in Tempeln, eine große lebendige Spielwelt und viele Sammelgegenstände sind selbstverständlich eine große Motivation für das Spiel.

Sofort ins Auge fällt natürlich der neue Grafikstil, man entschied sich dieses Mal für Cel-Shading. Wenn man sich den Comic-Look von A Link to the Past oder Link's Awakening anschaut, ist die Wahl jedoch gar nicht schlecht. Insgesamt ist die Optik sehr farbenfroh und in sich stimmig. Auch mit Unschärfe wurde viel gearbeitet, was besonders beim ersten Spielen recht ungewohnt ist. So sind z. B. weit entfernte Inseln nur unscharf zu erkennen, wobei nahe Objekte scharf sind. So richtig extrem fiel mir das bisher noch in keinem anderen Zelda-Teil auf. Allerdings hatte ich auch schon Probleme mit dem Unschärfe-Effekt, was ein Bug sein muss. So kam es manchmal zustande, dass ich nach dem Spielen eines Lieds mit dem Taktstock plötzlich nur noch alles unscharf sah. Da half nur der Neustart der Konsole.

Die Videosequenzen, Charaktergestaltung und die Story sind ähnlich kindlich gehalten wie die Grafik. Auch das macht The Wind Waker sehr einzigartig und verleiht dem Spiel seinen Charme. Wie gewohnt ist die Spielwelt gefüllt mit NPCs, Gegnern und Geheimnissen. Wer schon immer gerne Hyrule mit Epona unsicher gemacht hat, darf in The Wind Waker das weite Meer mit seinem eigenen kleinen Schiff bereisen und jeden letzten Winkel der Welt entdecken. Hier ist auch die Namensgebung des Spiels schnell klar: Man segelt natürlich immer in Richtung des Windes. Mithilfe des Taktstockes können Lieder gespielt werden und eins brennt sich schnell in den Kopf des Spielers ein: Das Stück, mit dem man die Windrichtung wechselt. Auch wenn das Segeln etwas komplett neues ist, das Wechseln des Windes geht auf Dauer ziemlich auf die Nerven. Das Segeln ist ansonsten aber gut gelöst, man trifft ab und an auf Gegner wie Haie oder Kanonenboote. Später kann man mithilfe von Wirbelstürmen schnellreisen und sich somit weite Reisen sparen.

Tempel, Rätsel und Bosskämpfe sind seit jeher ein Merkmal der Zelda-Reihe und The Wind Waker ist hier zum Glück keine Ausnahme. Die Bosskämpfe erfordern wieder einiges an Taktik und die Rätsel machen wie gewohnt viel Spaß, auch wenn sie mir dieses Mal fast schon zu leicht vorkamen.
Was ich wiederum im Spielverlauf gar nicht mochte, ist folgender Punkt: Das gestreckte Ende. Nachdem man die letzten beiden Tempel besucht hat, muss man sich auf dem Ozean mithilfe von Schatzkarten acht Triforce-Teile zusammensuchen. Das mag abenteuerlich klingen, geht jedoch auf die Nerven, da das Entschlüsseln dieser Karten unglaublich viel Geld kostet. Dieses Geld (in Form von Rubinen) muss man sich durch Nebenaufgaben bzw. Sparen verdienen, was in meinen Augen die Spielzeit unnötig aufbläht. Statt diesen Triforce-Teilen hätte ich lieber noch zwei zusätzliche Tempel gesehen.

Soundtechnisch ist alles beim Alten: Wunderbare Musik, die die Gegenden passend untermalen. Die Sounds stehen der Musik in fast nichts nach. Lediglich einige Gegnersounds nerven ziemlich auf die lange Zeit gesehen.
Kleine Abstriche gibt's auch bei der Bedienung, aus einem simplen Grund: Kameraprobleme. Zum Glück bleiben die fast immer aus, da man die Kamera manuell nach Belieben steuern kann, aber manchmal passiert es eben doch und kann brenzlige Situationen vermiesen.

Alles in Einem aber ein Spiel mit einem hohen Suchtfaktor, einem tollen Charme und vielen schönen Spielstunden.

Bild

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Wertung:

Story: 8/10
Atmosphäre: 9/10
Grafik: 9/10
Sound: 9/10
Steuerung: 8/10
Wiederspielwert: 9/10
Umfang: 10/10
Preis/Leistung: 9/10

89 %
Sur les tombes de nos ancêtres
S'accumulent morne neige et sinistre tristesse
C'est le poids du temps qui défile
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Re: The Legend of Zelda: The Wind Waker

Beitrag von Steve » Fr 9. Mär 2012, 11:49

Gerechtfertigtes Review für ein klasse Spiel. Ich hatte damals auf dem NGC sehr viel Spaß damit und habe vorallem die tolle Atmosphäre geliebt.
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