George Orwell: 1984

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Hirschi
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George Orwell: 1984

Beitrag von Hirschi » Mo 8. Nov 2010, 23:44

1984
(geschrieben am 19. Dezember 2008)


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Originaltitel: 1984
Genre: Dystopie
Autor: George Orwell
Erscheinungsjahr: 1948
Länge: 384 Seiten (Auflage von 2006)
ISBN: 3548234100
Sonstiges: Der Titel ist eine Zahlenverdrehung der Jahreszahl, in der es geschrieben wurde, als Anspielung auf eine nicht so ferne Zukunft.

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Handlung:

Im Jahr 1984 ist die Welt in drei große Staaten unterteilt: Ostasien, Eurasien und Ozeanien. Letztere wird von der sogenannten Äußeren Partei und deren Anführer, der Große Bruder, regiert, jeglicher Widerstand wird sofort ausgemerzt. Sobald ein Mensch schon von Verrat denkt, was als Gedankenverbrechen bezeichnet wird, kann er verhaftet werden, sexuelle Beziehungen sind verboten, da der Geschlechtsakt nur in einer Art Verstandes-Ehe unterzogen werden darf und auch nur der Fortpflanzung willen, was als Pflichterfüllung bezeichnet wird. Die Sprache wird stark vereinfacht und neu geschrieben, als Neusprache bezeichnet, soll sie den Großteil der vorhandenen Wörter aussortieren und nur die wichtigsten beibehalten, sodass in ferner Zukunft selbst Gedankenverbrechen nicht mehr möglich sein können. Der große Feind des Großen Bruders ist Imanuel Goldstein, der in täglichen Hassstunden oder ganzen Hasswochen von jedem Menschen beschimpft werden soll. Dazu kommen die Televisoren, große Bildschirme, die überall angebracht sind und damit garantieren, dass jeder Bewohner Ozeaniens rund um die Uhr bewacht wird und bei dem kleinsten Verrat oder einem Anzeichen dafür bestraft werden kann. Es gibt verschiedene Ministerien, die für die Äußere Partei arbeiten; das Ministerium für Überfluss gibt den Bewohnern beispielsweise ihre wöchtentliche Ration, das Ministerium für Liebe kümmert sich um die Verbrecher, während das Ministerium für Wahrheit dafür sorgt, dass die Wahrheit fast täglich umgeschrieben wird, um sie der Gegenwart erträglich zu machen - wenn sich Ozeanien beispielsweise im Krieg gegen Eurasien befindet, werden Dokumente so abgeändert, dass es heißt, dass sich Ozeanien schon immer im Krieg gegen Eurasien befand; auch, wenn das nicht stimmt.

In einem solchen Ministerium für Wahrheit arbeitet der 40-jährige Winston Smith. Er fälscht Dokumente für die Partei, verliert jedoch zunehmend das Interesse bzw. die Liebe für den Großen Bruder, die als Pflicht gegenüber der Partei gilt, und fängt an, unter ständiger Angst ein Tagebuch zu schreiben. Er beginnt auch, nachdem er einige Leute trifft, die anscheinend selber Auffassung sind wie er, über eine Rebellion und die Zerschlagung der herrschenden Partei nachzudenken und verliebt sich in das sehr viel jüngere Mädchen Julia. Nachdem er sich häufiger heimlich mit ihr trifft und auch versucht, der sogenannten Bruderschaft, die eine Opposition des Großen Bruders darstellt, beizutreten, realisiert er, dass es für diese herbei gewünschene Zukunft keine Hoffnung gibt.

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Fazit:

Big Brother is watching you! Wer kennt nicht diesen Satz, der sogar für eine Fernsehsendung verwendet wurde? Orwell schrieb mit seiner düsteren Zukunftsvision, die aus reiner Kontrolle und Gehirnwäsche besteht, ein Werk, dass sogar heute noch Bestand hat. Es beinhaltet viele sozialkritische Themen, wie Manipulation der Vergangenheit, Zensur, ständige Überwachung und Eingriff in die Privatsphäre und ist in drei große Kapitel unterteilt, die den Weg Winstons beschreiben, von anfänglichen Versuchen der Rebellion und seinem Untergang. Ich fand dieses Buch sehr interessant; Orwell ist allein schon für seine Enden bekannt, auch dieses fand ich sehr gut. Leider ist das Buch etwas langatmig zu lesen, der Anfang zieht sich doch etwas hin, auch wenn es wichtig erscheint, die vielen Themen genau zu beschreiben. Doch allein für das dritte Kapitel lohnt es sich, das Buch zu lesen, wer auf dieses Genre steht.


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