Johnny zieht in den Krieg

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Hirschi
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Johnny zieht in den Krieg

Beitrag von Hirschi » Mo 8. Nov 2010, 23:11

Johnny zieht in den Krieg
(geschrieben am 04. April 2009)


Bild

Originaltitel: Johnny got his gun
Genre: Anti-Kriegsfilm
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 1971
Länge: 111 Minuten
Regie: Dalton Trumbo
Hauptdarsteller: Timothy Bottoms
Wichtige Nebendarsteller: Jason Robards, Donald Sutherland, Diane Varsi, Kathy Fields
USK: ab 16 Jahren
Sonstiges: Trumbo verfilmte seinen eigenen Roman von 1939. Der Originaltitel spielt auf den Satz "Johnny, get your gun!" an, mit dem man versuchte, junge Männer für den Krieg zu begeistern. Außerdem wurde die Band Metallica von diesem Film zu ihrem Song "One" inspiriert, in dessen Clip sieht man auch Stellen aus dem Film.

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Handlung:

Der 21-jährige Joe oder Johnny Bonham meldet sich freiwillig, um im Ersten Weltkrieg für die USA zu kämpfen. Obwohl seine Freundin dagegen ist, wirkt ihr Zureden, doch nicht zu gehen, nicht auf ihm ein, da er unbedingt eine Waffe halten möchte. Während er auf Befehl eines Vorgesetzten einen getöteten Deutschen bergen und beerdigen soll, wird er von einer Granate getroffen und sehr schwer verletzt, sodass nur noch sein Torso und die Hälfte seines Kopfes übrig bleibt. Von den Ärzten als lebendes Stück Fleisch bezeichnet, wird er von deren Apparaturen am Leben gehalten, nicht wissend, dass er noch denken und leiden kann.

Joe realisiert nach und nach, dass er keine Arme, Beine und kein Gesicht mehr hat, das einzige, was er noch bewegen kann, ist sein Kopf. Die Ärzte beschreiben seine Bewegungen als normale Reflexe und stellen ihn mit Drogen ruhig, da sie wissen wollen, wie lange ein derart verunstalteter Mensch noch leben kann. Während er, größtenteils zugebunden und mit Tüchern bedeckt, also Jahre in seinem Bett liegt und von Krankenschwestern umsorgt wird, freut er sich anfangs noch, am Leben zu sein, was sich zunehmend in Verzweiflung umwandelt. In seinem Kopf durchlebt er wichtige Stationen in seinem Leben, wie das erste Mal mit seiner Freundin, einen Angelausflug mit seinem Vater, jedoch fantasiert (wohl auch wegen der Drogen) er ebenfalls, dass er mit Jesus Gespräche führt. Nachdem er im Geiste von seinem eingebildeten Vater daran erinnert wird, dass er Morse-Zeichen beherrscht, macht er damit auf sich aufmerksam.

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Fazit:

Während die Szenen in Joes Kopf farbig und überspitzt dargestellt werden, sieht man die Szenen, in denen er als "Klumpen Fleisch" im Bett liegt, lediglich in schwarz/weiß. Der Film kommt gänzlich ohne Action und Gore-Effekte aus, weiß aber dennoch, dank der frustrierten Situation und Monologe des Hauptcharakters zu erschüttern. Seht ihn euch an, es lohnt sich.


--> sehr gut
I chose the language of gratitude

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